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GPX-Datei lesen und auf dem Rad nutzen: so geht's

24. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit · von VéloCore

Eine Tour von einem Freund, eine Schleife von einer Community-Seite, ein offizieller Radweg: All das reist als GPX-Datei. Richtig gelesen und gut vorbereitet macht diese kleine Datei aus einer unsicheren Ausfahrt eine entspannte Tour. So zähmst du sie, vom Bildschirm bis auf die Straße.

Was genau ist eine GPX-Datei?

GPX steht für GPS eXchange, ein offenes Format, das jedes Rad-Tool lesen kann. Darin steckt strukturierter Text, der drei Dinge beschreiben kann: einzelne Punkte (Wegpunkte), eine vereinfachte Strecke (eine Route) und vor allem einen Track, also die geordnete Folge von GPS-Punkten, die die Tour zeichnet, oft mit der Höhe jedes Punkts. Der Track ist das, was auf dem Rad zählt: Er gibt den zu fahrenden Weg getreu wieder, Kurve für Kurve. Die Datei im Texteditor öffnen musst du nicht: Ein Planer übernimmt das und zeigt alles in zwei Sekunden auf der Karte.

Wo findet man gute GPX-Dateien?

An Quellen mangelt es nicht: offizielle Radwege-Seiten, Tourismusbüros, lokale Gruppen, Freunde, die ihre Touren exportieren. Die Qualität schwankt stark. Ein aktueller Track, aufgezeichnet oder geprüft von jemandem, der die Strecke wirklich gefahren ist, schlägt immer eine Linie, die vor fünf Jahren mit der Maus gezeichnet wurde. Du kannst auch deinen eigenen im VéloCore-Planer erstellen und mit deiner Gruppe teilen: Profile für jede Fahrweise, Schleifengenerator und GPX-Export mit einem Klick.

Lies den Track vor der Abfahrt

Die Datei in einen Planer zu importieren ist der Reflex, der böse Überraschungen vermeidet. Sobald der Track angezeigt wird, prüfe vier Punkte. Zuerst Distanz und gesamte Höhenmeter: 60 km mit 1.200 Höhenmetern fährt man nicht wie 60 flache Kilometer. Dann das Höhenprofil, um zu sehen, wo sich die Schwierigkeiten verstecken, und die Pausen klug zu platzieren. Auch die Art der Wege: Führt der Track über geteilte Straßen, Schotterwege, Radwege? Zum Schluss die Verpflegung: Blende die Points of Interest ein, um Brunnen, Cafés und Wasserstellen entlang der Strecke zu finden.

Passe die Strecke an deine Fahrweise an

Ein online gefundener Track ist nie genau deiner. Verschiebe den Start, damit er mit deinem echten Abfahrtsort übereinstimmt, ziehe die Linie, um einen Abschnitt zu umgehen, den du als heikel kennst, oder berechne einen Teil neu mit dem Profil, das zu deinem Rad passt (Rennrad, Gravel, MTB, Stadtrad). Und führt die Strecke durch eine Gegend, die du nicht kennst, klärt ein Blick auf die Satellitenkarte die Zweifel über eine enge Passage oder einen unsicheren Weg.

Tipp: Manche Dateien enthalten eine Route (rte) statt eines Tracks (trk), mit weit auseinanderliegenden Punkten. Das Ergebnis: gerade Linien quer durch die Felder. Berechne in dem Fall die Strecke zwischen den Punkten im Planer neu, um wieder eine Linie zu bekommen, die wirklich den Wegen folgt.

Auf dem Rad: dem Track entspannt folgen

Zwei Schulen. Der Export auf einen GPS-Computer: Speichere die geprüfte GPX und übertrage sie wie gewohnt auf dein Gerät. Oder das Handy im Cockpit-Modus: Speichere die Strecke in deinem Konto, sie erscheint direkt in der VéloCore-App mit Turn-by-Turn-Navigation und Ansagen im richtigen Moment. Ein Konto, dein Web-Bereich und die App bleiben synchron. Und wenn du unterwegs einen Umweg improvisierst, führt dich die App ohne unnötigen Wendepunkt zum Track zurück. Beide Ansätze stehen im Detail auf der Seite Funktionen.

Die klassischen Fallen

Die veraltete Datei: Wege ändern sich, eine Brücke schließt, eine Straße wird umgebaut, prüfe also das Datum des Tracks, wenn es angegeben ist. Fantasievolle Höhenmeter: Manche mit dem Handy aufgezeichneten Tracks überschätzen das Klettern, eine Neuberechnung im Planer liefert wieder realistische Zahlen. Die falsche Richtung: Eine Schleife fährt sich manchmal in eine Richtung deutlich besser als in die andere, denk an den vorherrschenden Wind und die Steigungen. Und der Klassiker schlechthin: losfahren, ohne den Track angeschaut zu haben, und bei Kilometer 40 einen unbefahrbaren Weg entdecken.

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